Erfurt
Nach Erfurt und Jena ist die kreisfreie Stadt Gera im Osten von Thüringen die drittgrößte Stadt des Bundeslandes.
Als ehemalige Landeshauptstadt des Fürstentums Reuß jüngerer Linie sowie des Volksstaates Reuß hat die Stadt auch eine Historische Bedeutung.
Mit der Industrialisierung nach der Revolution in der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die
Stadt ein großes Wachstum und löste in Folge dessen Mühlhausen als „zweite Stadt Thüringens" ab.
Gera gehörte dank der Textilproduktion und -Bearbeitung zu den reichsten Städten Deutschlands während der Blütezeit der Stoff- und Tuchindustrie. Über 100, zum Teil sehr bedeutende Stadtvillen zeugen heute vom Reichtum der Vergangenheit.
Der Hauptbahnhof bildete einen Verkehrsknotenpunkt, da an diesem viele Strecken zusammenliefen, dies war nicht zuletzt ein Verdienst der Industrialisierung, die zum Ausbau des Bahnhofs führte.
Seit 1990 gehört sie wieder zu Thüringen und ist hier eines von drei Oberzentren. Die Stadt ist Sitz der Berufsakademie Gera, einer privaten medizinischen Hochschule. In Gera wurde auch im Jahr 2007 die Landesgartenschau veranstaltet und verwaltet.
- Anmelden um Kommentare zu schreiben